Am Pfingstwochenende fand der diesjährige LAMM (Lowe Alpine Mountain Marathon) in den schottischen Highlands nahe Ullapool statt. Dieser 2er-Team-Wettkampf hat den Charakter eines 2-Tage-OL mit Übernachtung in den Bergen und vorgeschriebenen Gepäckutensilien. Nach dem Rady`s 2008 in der Schweiz war dies für uns (Alex Richter & Robert Zierold [BSG Stahl Schmiedeberg]) der zweite Mountain Marathon dieser Art.
Der genaue Austragungsort wird im Gegensatz zum Schweizer Wettkampf erst 48 Stunden vor dem ersten Start veröffentlicht. Wahrscheinlich um die Chancengleichheit für alle Teilnehmer zu gewährleisten. Die Karten (Maßstab 1:40.000) gibt es erst auf dem Weg zu den jeweiligen Starts (jede Kategorie hat ihren eigenen Startpunkt), wo es dann die Postenbeschreibung gibt und losgehen kann. Da wir noch keinen LAMM mitgemacht hatten, konnten wir nur die D-Strecke laufen.
1.Etappe – 21km , 1240Hm
Da Robert und ich im Vorfeld ein paar Karten der Gegend studiert hatten (es handelt sich hierbei um Militärkarten, die in jeder Touristeninformation erworben werden können – OS Maps), war das Ziel einfach nur gut durchzukommen und nicht Letzter zu werden. Die Anzahl der Wege konnte man an einer Hand abzählen und die Überlegenheit der braunen Höhenlinien war nicht zu übersehen, diese waren also unsere Leitlinien. Jedes Team bekommt beim Check-In am Freitag eine Startzeit zugewiesen, die allerdings als Richtwert gilt, da der Start recht locker gesehen wird. Es gibt lediglich ein Fenster bis der Letzte gestartet sein muss. Tage zuvor hatte es nicht nur in der Gegend, sondern in fast ganz Schottland ausgiebig geregnet, sodass die mit saftig grünen Wiesen bedeckten Berge recht feucht, aber locker zu belaufen gingen. Wir entschieden uns zum ersten Posten für eine straffe, aber auch routentechnisch sichere Wanderung. Das Wetter selbst (Sonnig bis heiter, aber kein(!) Regen) sorgte für gute Stimmung und wunderschöne Ausblicke. Vor allem von den zwei Gipfelposten (928m , 927m) wurde man förmlich zum Staunen und Fotografieren „gezwungen“. Im Verlauf des Wettkampfes konnte man bergab und auf den zwei Wegen, die wir bei dieser Etappe teilweise benutzten, durch moderates Lauftempo Plätze gut und PowerBar Gels leer machen. Nach 4,5 Stunden erreichten wir das Ziel in ca. 300m Höhe. Erstaunt stellten wir fest, dass wir auf Platz 3 gelandet waren. Das hieß also am nächsten Tag: Jagdstart (für alle die, die max. 90min hinter dem Ersten liegen). Das Erste Team war 32 Minuten vorn, jedoch lagen Platz 2 bis 4 innerhalb von einer Minute zusammen. Das bedeutete für uns also entweder locker machen oder Arschbacken zusammenkneifen. Wir entschieden uns für einen Mix aus beidem und schliefen bei Regen ein.
Da Robert und ich im Vorfeld ein paar Karten der Gegend studiert hatten (es handelt sich hierbei um Militärkarten, die in jeder Touristeninformation erworben werden können – OS Maps), war das Ziel einfach nur gut durchzukommen und nicht Letzter zu werden. Die Anzahl der Wege konnte man an einer Hand abzählen und die Überlegenheit der braunen Höhenlinien war nicht zu übersehen, diese waren also unsere Leitlinien. Jedes Team bekommt beim Check-In am Freitag eine Startzeit zugewiesen, die allerdings als Richtwert gilt, da der Start recht locker gesehen wird. Es gibt lediglich ein Fenster bis der Letzte gestartet sein muss. Tage zuvor hatte es nicht nur in der Gegend, sondern in fast ganz Schottland ausgiebig geregnet, sodass die mit saftig grünen Wiesen bedeckten Berge recht feucht, aber locker zu belaufen gingen. Wir entschieden uns zum ersten Posten für eine straffe, aber auch routentechnisch sichere Wanderung. Das Wetter selbst (Sonnig bis heiter, aber kein(!) Regen) sorgte für gute Stimmung und wunderschöne Ausblicke. Vor allem von den zwei Gipfelposten (928m , 927m) wurde man förmlich zum Staunen und Fotografieren „gezwungen“. Im Verlauf des Wettkampfes konnte man bergab und auf den zwei Wegen, die wir bei dieser Etappe teilweise benutzten, durch moderates Lauftempo Plätze gut und PowerBar Gels leer machen. Nach 4,5 Stunden erreichten wir das Ziel in ca. 300m Höhe. Erstaunt stellten wir fest, dass wir auf Platz 3 gelandet waren. Das hieß also am nächsten Tag: Jagdstart (für alle die, die max. 90min hinter dem Ersten liegen). Das Erste Team war 32 Minuten vorn, jedoch lagen Platz 2 bis 4 innerhalb von einer Minute zusammen. Das bedeutete für uns also entweder locker machen oder Arschbacken zusammenkneifen. Wir entschieden uns für einen Mix aus beidem und schliefen bei Regen ein.
2.Etappe – 18km , 860Hm
Nach einem mehr oder weniger nahrhaften Riegel-Nudelsuppen-Frühstück ging es für Team D3 (also uns) um halb Sieben Uhr morgens auf zu den letzten 18km. Wie schon am Vortag wählten wir zum ersten Posten die sichere, wenn auch um ein wenig längere Sicherheitsvariante. Auf dem Weg zum zweiten Posten überholte uns das zweitplatzierte Team vom Vortag. Von da an, ließ man sich doch vom Flair eines Jagdstarts anstecken und wir vier liefen mit hohem Tempo recht gleichmäßig und mit Führungswechseln den Großteil der Strecke zusammen. Zeit für Fotografieren und Landschaftbestaunen gab es da natürlich nicht – wir sind schließlich im Wettkampf 😉 Obwohl es wie schon Tags zuvor sehr schöne Landschaftsmotive gab. Auch der Wettergott war wieder gnädig und belohnte uns mit Sonne und angenehmen 15 Grad. Diesmal gingen die Anstiege jedoch nicht ganz so hoch, wobei der Anstieg zum fünften Posten noch einmal alles abverlangte. Erst ging es ins Tal hinab und von da noch mal gute 250Hm steil bergauf. Auf dem Weg zum letzten Posten lief Team D2 gute 200 Meter Vorsprung heraus. Wir beschlossen Platz 3 zu verteidigen, was gut aussah, da Team D4 den Start verschlafen hatte und nicht in Sicht war. Im finalen Waldstück benutzten wir eine Schneise, welche nicht auf der Karte verzeichnet war und konnten somit Team D2 überholen und am Ende einen Vorsprung von 2 Minuten ins Ziel erlaufen. Nach knappen 3,5 Stunden erreichten wir das Ziel – überglücklich auf dem Treppchen zu stehen. Aber auch total fertig.Fazit: Das LAMM ist – wie wir finden – die schönere Alternative zum Rady`s Mountain Marathon, da hier der Volkssportcharakter noch vor dem „Kommerz“ steht. Mag blöd klingen, aber Lowe hält sich extrem zurück was Werbung angeht (gerade mal ein Banner und zwei Fahnen). Zudem ist wirklich jede Altersgruppe vertreten – von 16 bis 70 Jahren. Und die Älteren laufen auch die langen Strecken. Außerdem ist die Materialschlacht nur in den beiden Eliteklassen zu sehen, alle Anderen laufen mit recht „normalen“ Wettkampfgepäck durch die Highlands. Einziger Wehrmutstopfen: die lange Anreise und dass der Wettkampfort sehr kurzfristig bekannt gegeben wird. Wen dies nicht abschreckt, vielleicht sogar reizt, dem können wir diesen Wettkampf wärmstens empfehlen.
Nach einem mehr oder weniger nahrhaften Riegel-Nudelsuppen-Frühstück ging es für Team D3 (also uns) um halb Sieben Uhr morgens auf zu den letzten 18km. Wie schon am Vortag wählten wir zum ersten Posten die sichere, wenn auch um ein wenig längere Sicherheitsvariante. Auf dem Weg zum zweiten Posten überholte uns das zweitplatzierte Team vom Vortag. Von da an, ließ man sich doch vom Flair eines Jagdstarts anstecken und wir vier liefen mit hohem Tempo recht gleichmäßig und mit Führungswechseln den Großteil der Strecke zusammen. Zeit für Fotografieren und Landschaftbestaunen gab es da natürlich nicht – wir sind schließlich im Wettkampf 😉 Obwohl es wie schon Tags zuvor sehr schöne Landschaftsmotive gab. Auch der Wettergott war wieder gnädig und belohnte uns mit Sonne und angenehmen 15 Grad. Diesmal gingen die Anstiege jedoch nicht ganz so hoch, wobei der Anstieg zum fünften Posten noch einmal alles abverlangte. Erst ging es ins Tal hinab und von da noch mal gute 250Hm steil bergauf. Auf dem Weg zum letzten Posten lief Team D2 gute 200 Meter Vorsprung heraus. Wir beschlossen Platz 3 zu verteidigen, was gut aussah, da Team D4 den Start verschlafen hatte und nicht in Sicht war. Im finalen Waldstück benutzten wir eine Schneise, welche nicht auf der Karte verzeichnet war und konnten somit Team D2 überholen und am Ende einen Vorsprung von 2 Minuten ins Ziel erlaufen. Nach knappen 3,5 Stunden erreichten wir das Ziel – überglücklich auf dem Treppchen zu stehen. Aber auch total fertig.Fazit: Das LAMM ist – wie wir finden – die schönere Alternative zum Rady`s Mountain Marathon, da hier der Volkssportcharakter noch vor dem „Kommerz“ steht. Mag blöd klingen, aber Lowe hält sich extrem zurück was Werbung angeht (gerade mal ein Banner und zwei Fahnen). Zudem ist wirklich jede Altersgruppe vertreten – von 16 bis 70 Jahren. Und die Älteren laufen auch die langen Strecken. Außerdem ist die Materialschlacht nur in den beiden Eliteklassen zu sehen, alle Anderen laufen mit recht „normalen“ Wettkampfgepäck durch die Highlands. Einziger Wehrmutstopfen: die lange Anreise und dass der Wettkampfort sehr kurzfristig bekannt gegeben wird. Wen dies nicht abschreckt, vielleicht sogar reizt, dem können wir diesen Wettkampf wärmstens empfehlen.
Ergebnisse
RouteGadget (D-Course)
LAMM Website